Perspektiven

Themen und Perspektiven

Die drei Perspektiven der Förderrichtlinie sollten bei der Entwicklung der Systeme und Technologien in aussagekräftigem Umfang berücksichtigt werden. Die Vorhaben sollten einen systemischen Ansatz verfolgen, der weit über reine Technologieentwicklung hinausgeht. Management- und Benchmarking-Systeme waren als integraler Bestandteil für den Übergang zu einer kreislauforientierten Wirtschaft zu verankern.

Perspektive 1

Geschäftsmodelle und intelligente Dienstleistungen

Ziel war es, neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen, die über die Verbesserung bestehender Ansätze hinausgehen und den wirtschaftlichen Nutzen kreislauffähiger Wertschöpfung erhöhen. Als Leitfragen dienten unter anderem:

1

Wie unterstützen innovative und wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle den Wandel?

2

Wie verlängern Produkt-Service-Systeme, etwa durch Wartung und Aufrüstung, die Nutzungsdauer?

3

Wie lassen sich die produktspezifischen Vorteile von R-Strategien benennen und quantifizieren?

4

Wie können insbesondere KMU früh in Datenökosysteme eingebunden werden?

5

Welche Anreize und Geschäftsmodelle ermöglichen gemeinsame Datennutzung unter Wahrung geistigen Eigentums?

6

Welche Voraussetzungen sind für die Skalierung eines Geschäftsmodells wichtig?

Perspektive 2

Systemische Aspekte und Fragen der kreislauffähigen Wertschöpfung

Wertschöpfungssysteme oder relevante Teilbereiche sollten als gesamtes Ökosystem betrachtet werden. Damit sollten auch Wirkungen jenseits des einzelnen Unternehmens oder Geschäftsfelds erfasst werden. Leitfragen waren unter anderem:

1

Wie entstehen neue Wertschöpfungskreisläufe, Architekturen und Produkte?

2

Wie lässt sich Transparenz für alle Beteiligten über den gesamten Produktnutzungszyklus erhöhen?

3

Wie werden Kreislaufkonzepte wirksamer, international und sektorübergreifend?

4

Wie wird der individuelle, gesellschaftliche und ökologische Nutzen unterstützt?

5

Wie lässt sich zusätzlicher Datenmehrwert mit dem Energiebedarf der Datenverarbeitung ausbalancieren?

6

Wie werden Datenökosysteme bedarfsgerecht erweitert, natürliche Ressourcen geschont und praktische Wirkungen zirkulärer Ansätze untersucht?

Perspektive 3

Menschen in kreislauffähigen Wertschöpfungsprozessen

Die Menschen aller beteiligten Organisationen waren ein entscheidender Erfolgsfaktor und mussten integraler Bestandteil der Vorschläge sein. Leitfragen waren unter anderem:

1

Wie können Beschäftigte mit kreislauforientierten Ansätzen experimentieren und sie aktiv mitgestalten?

2

Wie etablieren Organisationen Lernprozesse für den Übergang?

3

Wie wird der transdisziplinäre Austausch innerhalb von und zwischen Organisationen unterstützt?

4

Welche neuen Fähigkeiten und Kenntnisse werden benötigt, etwa zu Kreislaufprinzipien, Wiederaufbereitung, Nachhaltigkeit sowie Daten- und Wissenstransfer?

5

Welche Lernformate sind zu erforschen oder anzupassen?

6

Wie können KI-basierte Entscheidungshilfen bei komplexen Aufgaben unterstützen?

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Globale Wertschöpfung kreislauffähig gestalten.