Vertrauensvolle Zusammenarbeit
Material-, Komponenten- und Produktflüsse, Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie Daten werden zunehmend miteinander verknüpft. Dadurch werden auch die Grenzen zwischen einzelnen Kreisläufen durchlässiger.
Die Fördermaßnahme soll Unternehmen zur kreislauffähigen Wertschöpfung befähigen. Kooperative, vorwettbewerbliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte sollen mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren die Wertschöpfung in Deutschland stärken und die Entwicklung kreislauffähiger Wertschöpfungssysteme ermöglichen.
Kreislauffähige Wertschöpfung geht über bestehende Ansätze der Kreislaufwirtschaft hinaus. Neue Strategien und Geschäftsmodelle sollen dazu beitragen, die industrielle Wertschöpfung in Deutschland und der Europäischen Union flexibler und widerstandsfähiger zu gestalten. Zugleich sollen sie nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern.
Material-, Komponenten- und Produktflüsse, Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie Daten werden zunehmend miteinander verknüpft. Dadurch werden auch die Grenzen zwischen einzelnen Kreisläufen durchlässiger.
R-Strategien werden komponentenspezifisch anhand des Materialinhalts und der zugänglichen relevanten Daten entwickelt. Materialien können über Sektorengrenzen hinweg in anderen Anwendungen weitergenutzt werden. Dafür sind die Produktzusammensetzung nach ISO 59040 nachzuverfolgen und möglichst unbedenkliche Materialien einzusetzen, damit keine giftigen Stoffe in die Kreisläufe gelangen.
Das Produktdesign ist auf Wiederverwendung, Reparatur, Demontage und Recycling auszurichten. Dabei sind die erwartete Nutzungsdauer, Innovations- und Austauschzyklen, verbrauchte Produktteile sowie Materialien zu berücksichtigen, die nicht weiterverwertet werden können.
Unternehmen und Organisationen bauen eine kreislauforientierte Denkweise sowie die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse ihrer Mitarbeitenden auf. Interne und organisationsübergreifende Strukturen sollen es ermöglichen, diese Fähigkeiten wirksam einzusetzen.
Langfristige Visionen berücksichtigen gegenwärtige und künftige gesetzliche Anforderungen, logistische Rahmenbedingungen, Mengenverfügbarkeit, Standardisierung und den dynamischen Wandel des Wertschöpfungssystems.