KOLLEKT

Kreisläufe in der Automobilindustrie

Automobile Wertschöpfung ist global, vielstufig und auf zahlreiche Zulieferer verteilt. KOLLEKT entwickelt Kreislaufökosysteme, die Komponenten und Werkstoffe entlang dieser Kette erfassen und zurückführen.

Details
Verbundprojekt

KOLLEKT

Systemische Gestaltung von Kreislaufökosystemen in der Automobilindustrie zur Optimierung der End-of-Life-Wertschöpfung von Licht- und Elektronikprodukten

Projektleitung

  • Rainer Kauschke

    Rainer Kauschke

    HELLA GmbH & Co. KGaA

Motivation

Ressourcenknappheit, Versorgungssicherheit und steigende regulatorische Anforderungen wie die Altautoverordnung (ELV) stellen die Automobilindustrie vor wachsende Herausforderungen. Gleichzeitig verhindern technologische Hürden, Kostendruck und fehlende Produktkreislauffähigkeit bislang, dass sich effiziente und wirtschaftliche Kunststoffkreisläufe etablieren.

Um ökologische und ökonomische Potenziale entlang der Nachverwertungskette zu erschließen, müssen Kunststoffe sowie mechatronische und elektronische Produkte, hier beispielsweise ein Scheinwerfer, gezielt für Kreislauffähigkeit befähigt werden.

Ziele und Vorgehen

Ziel des Forschungsprojekts KOLLEKT ist die Entwicklung kreislauffähiger Produktkonzepte für Kunststoffe sowie mechatronische, lichttechnische und elektronische Produkte entlang ihres gesamten Lebenszyklus.

Dazu werden Design-for-Circularity-Ansätze und R-Strategien wie Repair, Re-Use, Remanufacture und Recycle konsequent miteinander verknüpft. Parallel dazu sollen robuste Geschäftsmodelle sowie ein sicheres Datenökosystem aufgebaut und betrieben werden. Ein digitaler Ökosystem-Zwilling dient als zentrale Grundlage für die integrierte ökonomische und ökologische Gesamtbewertung der Kreislaufprozesse. Die systemischen Ansätze werden im Projektkonsortium in Form von Demonstratoren umgesetzt.

Innovationen und Perspektiven

Das Projekt verknüpft erstmals nachhaltige Materialien, geschlossene Materialkreisläufe, Demontagestrategien und stoffbasierte Bibliotheken in einem systemischen Kreislauf-Ökosystem. KI-gestützte Roboterdemontagen und sensorbasierte Sortierverfahren steigern die Effizienz des Recyclings, während Schulungsprogramme die Mitarbeitenden befähigen.

Ein vernetzter Datenaustausch integriert Material-, Produkt- und Prozessinformationen in Echtzeit. Frühzeitige Einbindung von KMU, Verbänden und Netzwerken sowie die Nutzung von Konferenzen, Lehre und Publikationen sichern die Skalierung und die Übertragbarkeit auf weitere industrielle Kreisläufe und Elektronikprodukte.

Akronym

KOLLEKT

Projektart

Verbundprojekt

Laufzeit

01.06.2026 – 31.05.2029

Branche / Anwendungsfeld

Automobilindustrie

Themen

Rückführungsketten, Datenökosysteme, R-Strategien

R-Strategien

Wiederverwendung, Wiederaufbereitung, Recycling

CircularGlowUp
Globale Wertschöpfung kreislauffähig gestalten.