rCF4Sports

Carbonfasern für den Sport im Kreislauf

Carbonfaser-Verbundwerkstoffe stecken in Fahrrädern, Schlägern, Skiern und vielen weiteren Sportgeräten. Sie sind leicht und steif, lassen sich am Ende der Nutzung aber kaum sortenrein trennen. rCF4Sports untersucht, wie sich Kohlenstofffasern aus solchen Produkten zurückgewinnen und für neue Anwendungen aufbereiten lassen.

Details
rCF4Sports
Verbundprojekt

rCF4Sports

Kreislaufwirtschaft bei Carbonfasern für Sportanwendungen

Projektleitung

  • Tjark von Reden

    Tjark von Reden

    Composites United e.V.

Motivation

Sportprodukte aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) stehen exemplarisch für lineare Wertschöpfung mit hohem Energieeinsatz und fehlenden Rückführungsstrukturen.

Bis zu 95 % der CFK-Abfälle werden aktuell energetisch entsorgt oder dauerhaft auf Deponien abgelagert. Gleichzeitig wächst der Handlungsdruck durch strengere CO2-Vorgaben und Klimaziele sowie Kundenerwartungen an nachhaltige Produkte. Das Eureka-Projekt rCF4Sports adressiert dieses Spannungsfeld mit Partnern aus Deutschland und der Schweiz.

Ziele und Vorgehen

Ziel des Eureka-Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Prozesskette, in der sicherheitsrelevante Produkte aus recycelten Carbonfasern (rCF) industriell herstellbar werden und zertifizierbar sind.

Dazu werden rCF-Garne zu ausgerichteten Geweben und Prepreg weiterentwickelt, um daraus Fahrradrahmen und -komponenten zu fertigen. Parallel werden insbesondere neue Ansätze im Bereich „Design for Circularity“ erarbeitet, Produkte konsequent für Reparatur, Rückführung und Recycling auszulegen. Mit der Integration projektspezifisch angepasster digitaler Produktpässe wird jeweils der Produktzustand entlang seines Lebenszyklus nachvollziehbar erfasst. Zudem werden Weiterbildungskonzepte zu diesen Themen und zur Schadensbewertung sowie exemplarischen Sammelstrategien für den Bereich Radsport aufgebaut. An einem fahrbereiten rCF-Demonstrator werden die entwickelten Ansätze evaluiert.

Innovationen und Perspektiven

Im Projekt entstehen Produktionsverfahren und Prozessstrukturen, die Reparatur und Recycling von Hochleistungssportprodukten aus recycelten Carbonfasern mit deutlich reduziertem CO2-Fußabdruck ermöglichen.

Die erfolgreiche Umsetzung bemisst sich an bestandenen Sicherheitsprüfungen, funktionierenden Rückhol- und Reparaturstrukturen sowie marktfähigen Geschäftsmodellen. Die Ergebnisse sind übertragbar auf andere Sportprodukte und in die CFK-Branche. Das Projekt stärkt die europäische Wertschöpfung und zeigt, dass Kreislaufwirtschaft auch im Hochleistungsbereich funktionieren kann.

Akronym

rCF4Sports

Projektart

Eureka-Verbundprojekt

Laufzeit

01.06.2026 – 31.05.2029

Branche / Anwendungsfeld

Carbonfasern / Composites, Sportanwendungen

Themen

R-Strategien, Reverse Manufacturing, Lebenszyklusbewertung

R-Strategien

Wiederaufbereitung, Recycling

CircularGlowUp
Globale Wertschöpfung kreislauffähig gestalten.